Aktuelle Nachrichten

Pakistan: UNIFEM Soforthilfe für Frauen

Die Fluten in Pakistan haben verheerende Auswirkungen auf das Leben von Millionen von Menschen. UNIFEM reagiert sofort und setzt sich ein, dass die besonderen Bedürfnisse von Frauen bei den Hilfeleistungen berücksichtigt werden. Dazu gehören die spezielle Fürsorge für gewaltbetroffene und –gefährdete Frauen, aber auch die Sicherung der elementarsten Bedürfnisse, wie Obdach, Nahrung und Kleidung.

Millionen von Menschen sind von den Fluten in Pakistan betroffen. Viele verloren ihr Obdach, haben keinen Zugang zur Trinkwasser und Nahrung und sind bedroht von Krankheiten. Eine wirksame humanitäre Hilfe berücksichtigt die unterschiedlichen Bedürfnisse der betroffenen Bevölkerungsgruppen - Frauen, Männer, Knaben sowie Mädchen. Frauen sind oft besonders stark betroffen und bedürfen besonderer Hilfe, insbesondere bei Schwangerschaften und Geburten, beim Schutz vor sexueller Belästigung und sonstigen Gewaltformen, sowie  einer speziellen psychologischen Betreuung. UNIFEM setzt sich dafür ein, dass Frauen diese wichtige Unterstützung schnell erreicht. Zum Beispiel: 

  • Übergangszentren für gewaltbetroffene und -gefährdete Frauen und Mädchen;
  • Schutz für Frauen und Mädchen in Auffanglagern;
  • Unterstützung bestehender Frauenhäuser und Krisenzentren;
  • Verteilung von 25‘000 Liter Trinkwasser und 1‘900 Sets Frauenkleider;
  • Mittel- und längerfristiger Auf- und Ausbau der Prävention von Gewalt;
UNIFEM leitet die Gender Task Force. Dieses Gremium achtet darauf, dass die humanitäre Hilfe geschlechterspezifisch ausgerichtet und die Mitsprache der Frauen auch beim Wiederaufbau gesichert wird.

Seit vielen Jahren ist UNIFEM in Pakistan aktiv und setzt sich für die Verbesserung der Situation der Frauen ein. Durch die Flutkatastrophe ist dieses Engagement noch wichtiger geworden.

Bitte unterstützen Sie die Soforthilfe mit einer Sonderspende
(Vermerk „Pakistan“). Herzlichen Dank!

Postkonto 85-245622-3
Bankkonto
Berner Kantonalbank, 3001 Bern,
PK 30-106-9
IBAN CH45 0079 0042 3508 9356 1

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Nicole Kidman in Haiti: Mit eigenen Augen gesehen


Haiti: Eine gerechtere Gesellschaft aufbauen
Die Gleichberechtigung der Frauen und die Bekämpfung der geschlechtsspezifischen Gewalt sind eminent für den Wiederaufbau in Haiti. Das haben UNIFEM-Botschafterin Nicole Kidman und UNIFEM-Direktorin Inés Alberdi anlässlich ihres Besuches auf Haiti betont. Sie forderten langfristige Initiativen zur Sicherung der Existenzgrundlage von Frauen.

Nicole Kidman: Mit eigenen Augen gesehen
"Während meines Besuchs habe ich selbst gesehen, welche verheerenden Auswirkungen diese humanitäre Katastrophe auf Frauen und Mädchen hat. Ungenügender Schutz und mangelnde Sicherheit machen sie noch anfälliger für Gewalt, vor allem für sexuelle Gewalt“, so UNIFEM-Botschafterin Nicole Kidman. „Aber ich habe auch den Willen und die Widerstandskraft der Menschen gesehen, die ihr Land wieder aufbauen wollen. Heute war ich in einer von Frauen geleiteten Notunterkunft für Frauen und Kinder, die Opfer sexueller Gewalt geworden oder davon bedroht sind. Hier finden sie medizinische und juristische Hilfe, werden bei der Sicherung ihrer Existenzgrundlage beraten und unterstützt. Diese Hilfe muss noch weiter ausgebaut werden, und dafür sind sie auf unsere Unterstützung angewiesen."

Frauen tragen viele Lasten
Schon vor dem Erdbeben war Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen auf Haiti weitverbreitet. Eine Erhebung aus dem Jahr 2006 zeigte, dass jede dritte Frau auf Haiti schon einmal Gewalt erlebt hat. Ausserdem lastet auf den Schultern der Frauen die riesige Last, für die Kinder und andere Familienmitglieder zu sorgen. So werden ungefähr 45 Prozent der Haushalte von Frauen geführt, viele von ihnen leben aufgrund ihres geringen Bildungsstands und ihrer mangelnden Chancen auf dem offiziellen Arbeitsmarkt in grosser Armut. Das jährliche Durchschnittseinkommen der Frauen auf Haiti beträgt US$ 626, das der Männer US$ 1695. Während des Besuchs wurden Gespräche mit Rechtsanwältinnen geführt, die deutlich gemacht haben, dass die Stellung der Frauen dringend verbessert werden muss, z. B. durch Arbeitsbeschaffungsprogramme sowie Kredit- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die es ihnen ermöglichen, ihre Existenzgrundlage dauerhaft zu sichern.

Nach der Tragödie eine gerechtere Gesellschaft aufbauen
"Die Frauen auf Haiti arbeiten hart, um ihr Leben wieder aufzubauen. Um ihre Sicherheit zu gewährleisten, brauchen sie angemessene und nachhaltige Unterstützung", meint Inés Alberdi, Direktorin von UNIFEM. "Ausserdem muss dringend auf die längerfristigen Bedürfnisse der Frauen, wie z. B. Einkommensmöglichkeiten und der Wiederaufbau der Schulen für ihre Kinder, eingegangen werden. Auch aus entwicklungs- und sicherheitspolitischer Sicht ist es nur gut und richtig, wenn die Frauen bei der Planung der Hilfe und des Wiederaufbaus ein Mitspracherecht haben. Es ist wichtig, dass ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt werden, um die Gleichberechtigung der Geschlechter – ein Thema mit höchster Priorität – zu fördern. Wir müssen die Bemühungen der Menschen auf Haiti unterstützen, die nach der Tragödie eine gerechtere und beständigere Gesellschaft aufbauen wollen."

Sperrholzhütte als Frauenhaus
In Port-au-Prince haben Nicole Kidman und Inés Alberdi die einzige existierende Unterkunft für Gewaltopfer besucht. Sie wird von Kay Fanm, einer Partnerorganisation von UNIFEM, geleitet. Da das Gebäude, in dem die Einrichtung vorher untergebracht war, beim Erdbeben zerstört wurde, haben 13 junge Mädchen, einige davon mit Kindern, in einem provisorischen Lager Unterkunft gefunden. Inzwischen sind die Zelte durch Sperrholzhütten ersetzt worden, die ein wenig Schutz vor den sintflutartigen Regenfällen bieten. Für die jungen Frauen und Mädchen ist es ein Paradies.

"Ich fühle mich hier sicher; ich habe ein Dach über dem Kopf, etwas zu essen und kann mich aufs Lernen konzentrieren", sagt eine von ihnen, die, seit sie vor einem Jahr entführt und missbraucht wurde, in der Einrichtung lebt. Sie besucht nun eine Schule und hofft, eines Tages Kinderärztin werden zu können.

UNIFEM bleibt
"Der Kampf gegen sexuelle und physische Gewalt und für die Verbesserung der Menschenrechtslage der haitianischen Frauen ist seit Jahren eines der Hauptziele unserer Partner aus Gesellschaft und Politik", so Kathy Mangones, Leiterin des Büros auf Haiti. "Seit dem Erdbeben hilft UNIFEM ihnen bei diesen Bemühungen. Dabei werden gerade jetzt ausreichend Hilfsmittel und Unterstützung aus der Politik mehr als je zuvor benötigt."

Mehr über UNIFEM in Haiti.

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UN Women – mehr Aufgaben, mehr Mittel, mehr Wirkung



Mit der Fusion von vier Organisationen – darunter UNIFEM – zur Organisationseinheit UN Women werden zwei zentrale Ziele erreicht: Das Engagement für die Chancengleichheit und gegen die Diskriminierung von Frauen wird weltweit verstärkt. Der Reformprozess bei den Vereinten Nationen kommt voran. Hand in Hand mit der Neuorganisation wird eine progressive Erhöhung der finanziellen Beiträge erwartet. Auch das Engagement der Schweiz ist gefragt.


Die Schaffung der neuen Organisationseinheit UN Women ist Teil des Reformprozesses bei den Vereinten Nationen, für den sich auch die Schweiz stark engagiert. UN Women soll die operative Tätigkeit anfangs 2011 aufnehmen und sich verstärkt und gezielt gegen die Diskriminierung und für die Stärkung von Frauen einsetzen. Der erhöhte Stellenwert im gesamten UNO-System wird durch die Besetzung der operativen Leitung durch eine Person im Rang eines Unter-Generalsekretärs betont.

UN Women in der Schweiz

UNIFEM, der UN-Entwicklungsfonds für Frauen, ist die grösste der vier  Organisationen, die ihr Know-how bei UN Women einbringen. Die bisherigen UNIFEM-Projekte werden unter dem neuen Dach fortgeführt.  Über das Nationale Komitee hat UNIFEM seit Jahren auch ein Sprachrohr in der Schweiz. Der Schwerpunkt liegt hier bei der Informationsarbeit und der Unterstützung von Projekten zur Bekämpfung der Gewalt an Frauen in Afrika, Asien und der Karibik.

Mehr Finanzen nötig – auch von der Schweiz
Damit UN Women ihre vielfältigen Aufgaben erfüllen kann, soll Hand in Hand mit der Neuorganisation das Budget schrittweise erhöht werden. Dazu sind Mittel der UNO sowie höhere freiwillige Beiträge nötig. Das Schweizerische Komitee für UNIFEM hofft, dass auch die Schweiz ihren Beitrag aufstocken kann.

www.unwomen.org | UNIFEM Schweiz

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Portraitbild von Inés Alberdi, Direktorin UNIFEM, New York
«UNIFEM ist die einzige UN-Organisation, die operativen Support leistet für Programme, die das Leben von Frauen nachhaltig verändern.»
Inés Alberdi, Direktorin UNIFEM, New York

Portraitbild von Walter Eggenberger, Radio-/TV-Journalist und Reiseleiter
«Ich kenne und liebe Äthiopien; das Land, das Volk, die Kultur. Aber es gibt auch Schattenseiten. Menschenrechte werden missachtet, worunter vor allem die Frauen zu leiden haben. Alle sind aufgerufen, mitzuarbeiten, aber eine UNO-Organisation wie UNIFEM hat die Akzeptanz und das Fachwissen, um Änderungen herbeizuführen.»
Walter Eggenberger, Radio-/TV-Journalist und Reiseleiter